Plastikfrei

Plastikfrei

Lebenswelt “Plastikfrei”

Plastik und Kunststoffe sind überall. Wohin wir auch blicken, sehen wir Plastik in den unterschiedlichsten Farben und Formen. Obwohl Plastik uns überall umgibt, wissen nur wenige etwas über Kunststoffe. Also Zeit, nachzuforschen:

Wo begegnet dir Plastik im Alltag? Dein Tag mit Plastik im Filmstreifen.

Probiere es doch gleich mit einer Challenge aus: „Ein Tag  ganz ohne Plastik“. Tipps gefällig? Der BUND, PLASTIKSPAREN und UTOPOA geben sie dir!

 

<strong>01</strong>Plastik in meinem Shampoo? Als ob!

Oh doch! In vielen Kosmetika ist Plastik in flüssiger oder fester Form enthalten.  Und das ist so gewollt! Die kleinen Kügelchen im Peeling sind häufig tausende Mikroplastikkügelchen mit denen du dir das Gesicht wäschst. Das Mikroplastik gelangt somit auf deine Haut und dann weiter über die Kanalisation in unsere Gewässer und ins Meer. Mehr dazu findest du unter dem Punkt Mikroplastik. Als Alternative kannst du erstmal plastikfreie Shampoos benutzen oder gleich ganz auf Seifenshampoo umstellen. Da spart man sich die Plastikverpackung. Genauso gilt das für den Plastikseifenspender zum Hände waschen – ein Stück Seife tuts genauso. Mehr Infos? YouTube hilft!

<strong>02</strong> Ein Öko-Duschvorhang? Das gibt’s?

Viele Duschvorhänge sind aus Plastik. Wenn sie neu sind, sind sie häufig ganz schwer. Mit der Zeit werden sie immer leichter, weil Zusatzstoffe wie Weichmacher entweichen und an die Luft im Badezimmer abgegeben werden. Eine Alternative sind Textile Duschvorhänge aus Baumwolle-Polyester Gemischen. Polyester ist zwar auch ein Kunsstoff, aber besser asls Duschvorhänge aus PVC, denn solche gibt es auch. Sie sind viel weniger belastet. Du kannst dich schlau machen, welche empfehlenswert sind.  Duschvorhang aus Plastik ist unfassbar praktisch. Er ist leicht, trocknet schnell und zieht sich nicht zusammen, wenn man ihn wäscht. Aber auch er ist aus Plastik. Alternativ kann man Duschvorhänge aus Baumwolle benutzen. Dabei muss man aber stark darauf achten, dass das Badezimmer stets gut durchlüftet ist, damit der Vorhang nicht anfängt zu schimmeln. Ökotest hat Duschvorhänge getestet und gibt hilfreiche Tipps.  

<strong>03</strong> Eine Holzzahnbürste?

Tatsächlich ist Zähneputzen ganz ohne Plastik schwierig. Aber man kann versuchen den Plastikmüll zu reduzieren, indem man Zahnbürsten kauft, die aus Bambus oder anderen Holzarten sind. Die bekommst du mittlerweile so gut in jeder Drogerie, sei es DM, Rossman oder Müller. Auch schon besser: eine Zahnbürste, bei der man den Kopf austauschen kann. Alternative zu Zahnpasta aus der Plastiktube sind Zahnputztabletten.

<strong>04</strong> Deos, Parfüms, Schminke und mal wieder mit dabei – Plastik!

Wusstet ihr, dass zum Beispiel Hygieneprodukte für Frauen bis zu 90 Prozent aus Plastik bestehen können? Aber keine Angst ihr müsst auch in Zukunft nicht auf Deo und Schminke verzichten, um eure Gesundheit zu schützen. Check doch einfach mal den Kosmetikatlas aus. Dort werden Kosmetikartikel, die Plastik enthalten vorgestellt. Einfach auf Naturkosmetik zurückgreifen? Auch da ist Vorsicht geboten. Warum? Das erfahrt ihr hier.

<strong>05</strong> Plastik, Plastik überall!

Viele Klamotten bestehen zu einem großen Teil aus Plastik. Aber auch der coole Aufdruck auf deinen T-Shirts ist aus Plastik und der stellt häufig ein Problem dar. Die Aufdrucke bestehen aus verschiedenen Kunstfasern, die getrennt werden müssen, um recycelt werden zu können. Da dies aber sehr aufwändig ist, landen viele 64 Prozent der Kleidungsstücke auf dem Müll obwohl sie noch getragen werden könnten.

<strong>06</strong> Warum die Flüsse in Asien und du diesen Sommer rot tragen

Viele Kleidungsstücke enthalten rund 60 Prozent Kunststoffe, wie Polyester und Nylon. Entspricht tausenden kleinen Plastikmikrofasern. Eine Fleecejacke verliert zum Beispiel 250.000 Mikrofasern pro Waschgang. Somit landen beim Waschen viele dieser Mikrofasern in unserem Wasserkreislauf. Kleidung aus Naturmaterialien wie Baumwolle, Leinen oder Hanf reduziert somit aktiv den Plastikverbrauch und die Verbreitung von Plastik im Wasser. Tipp: Wasche deine Klamotten, wenn sie dreckig sind und riechen. So werden bei Kleidung mit Kunststofffasern weniger Fasern gelöst und gelangen nicht in die Umwelt. Dies ist auch gut, weil weniger Strom verbraucht wird und weniger Wasser.

<strong>07</strong> Verpackungsfrei durchs Leben?

Verpackungen haben eine sehr kurze Lebensdauer. Verpackungsfrei Einkaufen wird in vielen Läden immer akzeptierter. Und übrigens: Die meisten gesundheitsschädlichen Schadstoffe, die wir aufnehmen, stammen aus Lebensmittelverpackungen und aus Rückständen von Pestiziden in Obst und Gemüse. Die Lösung: verpackungsfrei und biologisch einkaufen oder für die Glücklichen aus dem eigenen Garten. Wenn´s nicht anders geht, hilft es schon, die Lebensmittel nach dem Kauf auszupacken und in Glas- oder Porzellanbehältern aufzubewahren. Das gilt auch für das Warmmachen in der Mikrowelle oder wenn du die Reste deines Mittag- oder Abendessens aufbewahrst.

<strong>08</strong> Wir, die Wegwerfweltmeisrer*innen

Wir schmeißen wahnsinnig viele genießbare Lebensmittel weg. 18 Millionen Tonnen pro Jahr oder 313 Kilo pro Sekunde – und das nur in Deutschland.  Das muss nicht sein. Mit Kreativität kann man im Endeffekt alles aufbrauchen, bevor es schimmelt und wirklich weggeschmissen werden muss. Aus altem Brot = Croutons für den Salat, harter Käse zum Überbacken. Wenn du mal nicht weißt, was du mit deinen Resten kochen sollst: Check Restegourmet aus.  

Oder mit einer App Lebensmittel retten. Hier (Resq, Toogoodtogo, Etepetete) kannst du übrig gebliebenes Essen aus Cafés und Restaurants in einer Überraschungstüte erwerben.

Wenn Wurst, dann am besten vom Metzger des Vertrauens. Frag ihn doch mal wo das Fleisch herkommt. Check auch den Punkt „Kein Hot Dog am Kiosk” in der Lebenswelt „Am Wasser“ aus.

<strong>09</strong> Ein frisches Kraneberger, bitte

Plastikflasche vs. Glasflasche: Mehrwegflaschen aus Glas werden ca. 40- mal wieder befüllt, das verhindert unnötige Müllberge: Getränkeflaschen bestehen aus PET – sie enthalten keine Phthalate. Nichtsdestotrotz sondert auch PET mit der Zeit mit Verdacht auf krebserregende Wirkung stehende Stoffe ab. Dies ist besonders bei Einwegflaschen von Discountern der Fall. Und übrigens: Wasser aus der Leitung ist 100-mal günstiger als aus der Kunststoffflasche.

<strong>10</strong> Auf´s Fahrrad – für´s Klima und weniger Plastik

Wusstest du, wie viel Plastik in einem Auto oder in einem Bus oder der U-Bahn verbaut sind? Gut 15% eines Autos sind heute aus Plastik.

Ihr kennt wahrscheinlich den Geruch, wenn man in ein neues Auto steigt? Das sind die Plastikteile, die die in ihnen enthaltenen Giftstoffe abgeben, zum Beispiel Formaldehyd. Die atmet ihr dann ein. Also gar nicht so gesund. Also lieber Bus fahren, da ist relativ gesehen weniger Plastik verbaut oder einfach ganz auf beides verzichten und mit dem Fahrrad oder zu Fuß unterwegs sein. Klimaschutz ist auch Gesundheitsschutz. Und indem wir unserer Gesundheit was Gutes tun, können wir gleichzeitig auch das Klima schützen. Logisch, oder?

Ach ja: Wenn wir Fahrrad fahren, bewegen wir uns. Die Entwicklung vieler Erkrankungen wird durch fehlende Bewegung begünstigt. Und ein Fahrrad ist sauber, funktioniert ohne Motor und stößt keine Schadstoffe in die Luft aus. Denn: auch Luftschadstoffe sind schlecht für unsere Gesundheit.

 

<strong>11</strong> Ja, meine Stifte jetzt auch oder wie?

Achtung, Challenge: Versuch doch einfach deine Schreibutensilien durch Produkte aus Metall, Holz oder anderen natürlichen Stoffen zu ersetzen.

<strong>12</strong> Ein Pausenbrot ist aber schon cool, oder?

Es ist endlich Pause. Da wird es Zeit das Pausenbrot auszupacken. Am besten habt ihr euer Essen und euren Snack in Behälter aus Edelstahl oder Glas dabei. Plastikdosen können Schadstoffe enthalten, die wenn sie älter werden oder zu stark in der Mikrowelle erhitzt werden, Giftstoffe an das Essen abgeben können. Klingt ungesund, ist es auch. Und falls ihr euer Essen vergessen habt und euch nach einem Snack sehnt, ist es immer besser auf was Unverpacktes zurück zu greifen. Bei Take-away bekommt man oft das Essen in vielen unterschiedlichen und viel zu großen Plastikverpackungen. Als Alternative bleibt immer: frisches Obst. [Unverpackt-Challenge]

<strong>13</strong> Was seltene Erden mit meinem Handy zu tun haben?

Ab in den Bus auf dem Weg zur Schule und noch ein bisschen dösen beim Musikhören…. Wie wir Wissen sind Handys kleine Wundermaschinen, die alles können. Handywecker, Chatten mit Freunden, Nachrichten, Spiele, Google Maps, Spotify und vieles mehr.

Was wir manchmal vergessen ist, dass Handys selbst oft aus Metall sind jedoch die Handyhüllen und die Pop Sockets aus Plastik. Warum es sich lohnt möglichst lange dasselbe Handy zu benutzen und nicht jedes Jahr ein neues wird deutlich, wenn man sich anschaut, was in einem Handy alles drinsteckt. Für Smartphones werden bestimmte Metalle benötigt, die sogenannten seltenen Erden. Das Problem bei dabei ist, dass der Abbau der seltenen Erden häufig unter sehr schlechten Arbeitsbedingungen stattfindet und die Natur zerstört wird (Doku + Video SWR). Das begünstigt wiederrum den Klimawandel. Also versuche dein Smartphone so lange es geht zu behalten oder check doch mal ein Fairphone aus.

<strong>14</strong> Was seltene Erden mit meinem Handy zu tun haben?

Dein Handy ist nicht grade das allerneueste. Deine Musikanlage funktioniert nicht mehr, der Computer ist zu langsam: Versuche doch erstmal die Sachen reparieren zu lassen oder zu formatieren anstelle gleich etwas Neues zu kaufen. Man spart Geld und sehr viele Ressourcen [Challenge: Schau dich um und gucke ob du ein elektronisches Gerät findest welches kaputt ist und gucke ob es einen Elektroreparatur Workshop in deiner Stadt gibt.]. Spart Ressourcen und spart vor allem Elektromüll. Dieser landet der überall in der Welt, z. B. in Afrika. Dort wird er nicht fachgerecht gelagert, sondern oft verbrannt. Das gefährdet die Gesundheit der Menschen, die dort leben. Eine spannende Doku wie es ist auf einer Elektroschrott-Müllhalde zu arbeiten, findet ihr hier.

<strong>15</strong> Sommergefühle – endlich draußen!

Klar hängen wir alle gerne am Smartphone, der Playstation oder am Computer rum. Was wir manchmal vergessen ist, wie wundervoll es draußen ist. Und dann noch diese ganze frische Luft ganz ohne Plastik. Schau doch mal in den Lebenswelten „Unterwegs“, „Am Wasser“ und „Beim Sport“ vorbei. Die geben dir super Ideen was man draußen alles machen kann und wie man am besten gesund bleibt!

 

<strong>16</strong> Immer mit dem neuesten Trend?

Ständig ändert sich die Mode und man will ja doch immer mal was Neues haben. Aber vielleicht findest du ja Klamotten secondhand, auf dem Flohmarkt oder organisierst einem Kleidertausch. dies ist viel besser für die Umwelt und häufig auch deinen Geldbeutel. Und falls du doch den neuen Sachen nicht wiederstehen kannst, frag dich doch einfach: „Werde ich dieses Kleidungstück mehr als 30-mal tragen?“ Sollte dies nicht der Fall sein, brauchst du es vielleicht auch nicht wirklich. Zusätzlich kannst du beim Kauf auf die Etiketten in der Kleidung schauen. Achte auf Naturfasern, am besten auf ökologischem Anbau ohne Pestizide und Monokulturen und bei Outdoorklamotten darauf, dass sie PFC-frei sind. Das spart Plastik, ist gesünder und vermeidet umwelt- und gesundheitsschädlichen Plastikmüll.

<strong>17</strong> Onlineshopping, Klimawandel und Umweltzerstörung?

Onlineshopping macht das Leben leichter. Leider ist es nur sehr schlecht für die Umwelt. Und ist dir eigentlich aufgefallen, wie viele Dinge du aus dem Paket nimmst und weißt, dass du sie sofort wieder zurückschicken würdest? Schnapp dir doch lieber deinen besten Kumpel oder deine beste Freundin und geht zusammen in die Stadt. Macht meistens auch viel mehr Spaß.

<strong>18</strong> Luft drinnen? Luft draußen? Wo ist der Unterschied?

Draußen sein ist immer gut. Denn wusstest du: Die Luft in Innenräumen ist häufig stärker mit Schadstoffen belastet als die Außenluft. Der Mensch hält sich bei uns in Mitteleuropa unglaubliche 90% seines Lebens in Räumen auf: Zu Hause, im Büro, in der Schule, in Verkehrsmitteln wie Auto, Bus oder Bahn. In die Innenraumlust schleichen sich Schadstoffe aus Teppichen, Möbeln, Kunststoffböden, Duschvorhängen, Wandfarben, Computern und vielem mehr. Diese atmet man ein und sie können die Gesundheit belasten. Hilfreich ist, möglichst schadstofffreie Produkte zu nutzen, regelmäßig zu Lüften und so oft es geht… nach draußen zu gehen.  

<strong>19</strong> Schmier ich mich hier grade mit Plastik ein?

Äh ja, gut möglich. Auch in Körperlotion kann Plastik enthalten sein. Das gefährliche ist, dass die Beiprodukte in Plastik fettlöslich sind und somit über die Haut in den Körper aufgenommen werden können. Das gefällt deinem Körper gar nicht. Alternativ einfach Körperlotion aus natürlichen Stoffen oder ohne Plastik benutzen. 

<strong>20</strong> Chemikalien isst man mit?

Take away Food ist praktisch und lecker. Doch Coffee-to go-Becher, Pizzaverpackungen oder durchsichtige Plastikverpackungen – lassen nicht nur die Müllberge wachsen. In vielen Verpackungen stecken Chemikalien, die ins Essen gelangen und die du dann einfach mitisst oder mittrinkst. Coffee-to go-Becher können mit wasserabweisenden PFAS beschichtet sein, das sind Chemikalien, die sich nicht abbauen, Plastik kann gefährliche Weichmacher enthalten und Pizzaverpackungen Reste von Mineralöl. Am besten: eigene wiederverwendbare Behälter mitbringen oder selber kochen.

<strong>21</strong> Chemikalien isst man mit?

Die bisherigen Beispiele sind relativ klar. Aber leider ist das Ganze ein sehr komplexes Thema. Zum einen sollte man Plastik vermeiden aufgrund der vielen gesundheitsschädlichen und umweltschädlichen Faktoren, die es mit sich bringt. Zum anderen ist Plastik manchmal eben auch die umweltfreundlichere Variante. Wenn es darum geht Tipps zu Nachhaltigkeit zu geben entstehen gerade bei Plastik Widersprüche. Nehmen wir das Beispiel eines E-Readers. Ein E-Reader besteht aus Plastik, da man den E-Reader lange in der Hand hält und nah vor dem Gesicht, würden wir jetzt in diesem Falle vom E-Reader abraten. Es entsteht zusätzlich Plastikmüll. Die Empfehlung würde lauten: Benutze weiterhin Bücher aus Papier.

Papier hat aber eine schlechte Ökobilanz, da dafür enorm viel Wasser verbraucht werden muss.  Genauso werden meist giftige Chemikalien zum Bleichen des Papiers verwendet. Das ist natürlich schlecht für unsere Umwelt und das Klima.  Solltet ihr Leseratten sein und wirklich viele Bücher (Mehr als 30 pro Jahr) lesen, dann ist die CO2-Bilanz eines Buches schlechter als die eines E-Readers, da auf diesem mehr Bücher gelesen werden können. Wohingegen Bücher häufig nur von einer Person gelesen werden. Solltet ihr weniger lesen, so lohnt es sich zum altbekannten Buch zurück zu greifen.

Wie ihr seht zieht sich diese Frage durch viele Themen und ist schwer allumfassend zu beantworten. Es gilt stets abzuwägen an welchen Stellen Plastik, tatsächlich die bessere Alternative ist und an welchen Stellen man Plastik und insbesondere Plastikmüll problemlos in seinem Alltag verringern kann.

<strong>22</strong> Challenges!

Aufräum-Challenge:
Schnapp dir deine Freunde, Müllbeutel sowie Handschuhe und organisiere eine Aufräumaktion. Zigarettenstummel, To-go Becher, Plastiktüten. Die Natur freut sich, wenn du sie vom Dreck befreist. So wirst du nicht die Welt retten, aber einen kleinen Schritt in die richtige Richtung machen und deine Umwelt schön gestalten Explizit für München gibt es hier!

Recycling-Code Challenge:
Versuche beim nächsten Einkauf bei Plastikprodukten zu schauen, ob du die verschiedenen Recyclingcodes auf den Plastikprodukten oder Verpackungen finden kannst. Dann guck doch mal um welches Plastik es sich handelt. Und sollten euch die Recyclingcodes 3 oder die 7 unterkommen, dann Hände weg davon.

Mikroplastik-Challenge:
Schau doch mal nach welche deiner Kosmetikprodukte Mikroplastik enthalten. Tipps gibt es hier!

“1 Tag lang ganz ohne Plastik”Challenge:
Schaffst du es einen ganzen Tag lang so wenig mit Plastik in Berührung zu kommen wie möglich? Da fällt einem eigentlich erst mal auf was alles heutzutage aus Plastik besteht.

Unverpackt-Challenge:
Finde den nächsten Unverpackt-Laden in deiner Nähe und schau dort mal vorbei. Genauso gut kann man auf dem Wochenmarkt oder im Supermarkt darauf achten, dass Obst und Gemüse nicht in Plastik eingepackt sind. Vergesst eure Stoffbeutel oder kleine Tüten nicht, damit ihr auf die Plastik- oder Papiertüte zum Einpacken des Obsts und Gemüses verzichten könnt. Übrigens auch Papiertüten kann man einsparen, denn auch ihre Herstellung verbraucht viele Ressourcen.

Unterwegs

Unterwegs

Lebenswelt “Unterwegs”

Unterwegs sind wir immer – zur Schule, zur Uni, zum See, zum Sportplatz, zu Freunden, in die Ferien, … Und die Welt ist eine Kugel. Der Klimawandel ist also dort, wo wir sind.

Und jetzt? Wie damit umgehen? Kein Problem! Die wichtigsten Punkte findest du im Bild.

<strong>01</strong> Bäume als Klimahelden?

Bäume sind stille Klimahelden. Sie nehmen Co2 auf, sie kühlen unsere Luft im Sommer und sie spenden Schatten. Es gibt viele Gründe, Bäume als Helden zu feiern. Täglich werden aber weltweit und auch in Deutschland Bäume gefällt, um mehr Flächen für Einkaufszentren, Wohnraum oder Straßen zu gewinnen. Daher ist es wichtig, die Bäume zu schützen.

Es gibt viele Organisationen, die sich das zur Aufgabe gemacht haben und tolle Projekte für mehr Grün in deiner Stadt oder deinem Dorf gestartet haben. Schau mal hier: Greencity, Ecosia, Bund Naturschutz, und viele mehr.

<strong>02</strong> Dicke Luft?

Von Luftschadstoffen hört man momentan überall in den Medien. Dazu zählen insbesondere Stickstoffoxide, Feinstaub und Ozon. Diese reizen die Atemwege. Luftschadstoffe werden unter anderem von der Industrie und den Autos ausgestoßen. Da man sie kaum sehen kann, vergessen wir sie oft. Wenn du an stark befahrenen Straßen unterwegs bist und husten musst, kann es allerdings sein, dass die Luftschadstoffe dafür verantwortlich sind. Sucht euch Alternativen zu den Hauptverkehrsstraßen, auch wenn der Weg ein paar Minuten länger dauert. Eure Lunge und euer gesamter Körper werden es euch danken. Luftschadstoffe können auch zur Entwicklung einer ganzen Reihe von Erkrankungen beitragen, Außerdem: Je länger der Radweg, desto schöner die Waden. 

In der Stadt ist es oft schwierig, sich vor Autoabgasen zu schützen. Da hilft es am besten, wenn man selbst möglichst wenig zur Belastung beiträgt. Fahrradfahren, öffentliche Verkehrsmittel benutzen – so tust du die und dem Klima etwas Gutes.

<strong>03</strong> Mein Trikot und die Flüsse in Asien – warum tragen wir beide diesen Sommer rot?

Funktionskleidung wie Trikots, Laufshirts oder Outdoor-Jacken können Gesundheit und Umwelt belasten. Für die Herstellung werden Chemikalien benutzt, die nicht nur in den Flüssen der Herstellungsländer, sondern auch auf deiner Haut landen. Synthetische Kleidung wird auf Erdölbasis produziert, was wiederum das Klima belastet.

Weniger ist mehr: am besten nur so viele Klamotten kaufen, wie du wirklich brauchst. Und es gibt sie auch second-hand. Das schont die Umwelt und schützt das Klima. Ach ja, Sport kann man auch im T-Shirt aus Baumwolle oder anderen Naturfasern machen.

<strong>04</strong> Fahrradfahren nur wegen des Klimas?

Ist doch klar, dass wir besser Fahrrad statt Auto fahren sollten. Klimaschutz ist auch Gesundheitsschutz. Und indem wir unserer Gesundheit was Gutes tun, können wir gleichzeitig auch das Klima schützen. Logisch, oder?

Wenn wir Fahrrad fahren, bewegen wir uns. Die Entwicklung vieler Erkrankungen wird durch fehlende Bewegung begünstigt. Und ein Fahrrad ist sauber, funktioniert ohne Motor und stößt keine Schadstoffe in die Luft aus. Denn: auch Luftschadstoffe sind schlecht für unsere Gesundheit.

<strong>05</strong> Cooler Kopf?

Vorerst schützt ein Helm vor schweren Verletzungen bei einem Unfall. Und deswegen sollten wir ihn tragen. Vielleicht denkst du, dass du komisch angeschaut wirst, wenn du einen Helm trägst? Um dich zu beruhigen: stimmt nicht! Und nach ein paar Mal fahren fühlt sich der Helm schon ganz normal an.

Er hat aber noch einen super Nebeneffekt. Wenn du im Sommer eine Radtour machst, kann zu viel Sonne auf den Kopf schnell zu Kopfschmerzen, Erschöpfungsgefühl, Schwindel und Übelkeit führen. Ein Helm funktioniert dann wie ein Hut und schützt vor direkter Sonneneinstrahlung.

<strong>06</strong> Warum jucken meine Augen denn schon wieder?

Der Klimawandel machts möglich – Pollenflug das ganze Jahr. Es wird geniest, die Nase läuft und die Augen jucken. Aber was passiert denn da genau? Um sich fortzupflanzen, fliegen die Pollen (männliche Samen der Pflanze) verschiedener Baum- und Gräserarten durch die Luft. Die kleinen Pollen fliegen dabei aber nicht immer nur an ihren Bestimmungsort, sondern landen auch in deiner Nase. Dort gibt der Pollen Allergene ab. Manchmal denkt dein Körper, dass es sich bei den kleinen Pollen um eine Gefahr handelt und dann kann es sein, dass dein Immunsystem überempfindlich auf diese Allergene reagiert. Das nennt man eine Allergie.

Was hat der Klimawandel mit den Pollen zu tun? Da es insgesamt wärmer wird, verlängert sich die Pollenflugsaison. Das ist natürlich für Allergiker doof. Dir juckt schon beim Lesen die Nase?  Dann schau doch einfach mal im Pollenradar nach, was gerade blüht. (Verlinkung Pollenflug)

Willst du wissen, wie die winzig kleinen Pollen unter dem Mikroskop aussehen? Dann ist die „Galerie der Pollenbildergenau das Richtige.

 PS: Wusstest du, dass Gewitter und Starkregen den Pollenflug verschlimmern? Bei Sturm werden die Pollen heftig nach oben gewirbelt. Dabei nehmen die Pollen ganz viel Wasser auf. Die vollgesaugten Pollen werden dann wieder auf den Boden geweht, platzen dort auf und geben schlagartig die Allergene frei. Wenn du auf Pollen allergisch bist, wartest du am besten eine halbe Stunde, bevor du nach einem Sturm wieder nach draußen gehst.

<strong>07</strong> Brauche ich im März schon einen Sonnenschutz?

Da müssen wir ein bisschen ausholen, denn Sonnenschutz, Ozon und UV-Strahlung hängen zusammen.  Die Ozonschicht befindet sich in der Atmosphäre in einer Höhe von ungefähr 20-30 km und schützt die Erde und somit uns vor den UV-Strahlen der Sonne.

Auch im Frühjahr kann die UV-Strahlung schon ganz schön stark sein. Das liegt zum Beispiel daran, dass besonders in den Frühjahrsmonaten in Deutschland regional ozonarme Luftmassen auftreten können, so dass mehr UV-Strahlung auf die Erde trifft. Am besten checkst du den UV Index  für heute.

 Das heißt: Ozon ist gut und wichtig. Aber: wenn bei uns unten am Boden Luftschadstoffe wie Stickstoffoxide intensiver Sonneneinstrahlung ausgesetzt sind, wird durch komplexe photochemische Prozesse Ozon gebildet. Das ist besonders im Sommer in den Städten häufig der Fall.

Das Ozon am Boden führt dazu, dass sich unsere Lungenfunktion vermindert und es zu Beschwerden der Atemwege kommen kann. Außerdem haben Wissenschaftler*innen herausgefunden, dass die Allergene in den Pollen bei hohen Ozonwerten noch aggressiver sind. Deshalb sollte das Ozon bestimmte Grenzwerte nicht überschreiten. Das ist jedoch in vielen Städten leider häufig der Fall. Schau doch mal wie hoch die Ozonbelastung in deiner Stadt gerade ist.

<strong>08</strong> Planetary Health - ist der Planet gesund, bist du gesund

Da müssen wir nicht lange drumherum reden. Wissenschaftlichen Studien zeigen, auf wie viele verschiedene Weisen die Umwelt deine Gesundheit beeinflussen kann – positiv wie negativ. Das heißt, du bist aktiver Gestalter deiner Umwelt.

Inspirierende Ideen haben zum Beispiel Felix Finkbeiner und seine Baumpflanzaktion Plant for the Planet, Oskar. Mathilde und die Essensretter , Boyan Slat, der die Meere von Plastik befreien will.

<strong>09</strong> Um-welt.org?

Schön, dass du da bist. Auf Um-welt.org kannst du dich immer auf den neusten Stand der Dinge bringen. Hier erfährst du, was der Klimawandel mit deiner Gesundheit zu tun hat.

Hast du schon die Sparte „News“ entdeckt? Dort kannst du dich über die neuesten Trends informieren, wie auch du der Umwelt helfen und gleichzeitig deine Gesundheit schützen kannst: denn Klimaschutz gleich Gesundheitsschutz. Um-welt.org, super praktisch, alle Tipps und Tricks auf einem Blick.

Am Wasser

Am Wasser

Lebenswelt “Am Wasser”

Sommer in der Stadt, Sommer auf dem Land. Was gibt es Schöneres, als am See, am Fluss oder am Meer mit Freunden abzuhängen? Und den Klimawandel im Gepäck? Leider ja. Was jetzt? Ganz klar, wer was weiß, ist im Vorteil!  

 Weißt du, wofür die einzelnen Punkte stehen? Wie du dich schützen und was du für eine gesunde Welt machen kannst?

<strong>01</strong> Wieso hat der Kiosk so komische Öffnungszeiten?
Unsere südlichen Nachbarn kennen diese heißen, anstrengenden Sommer. Sie haben ihr Leben im Laufe der Zeit daran angepasst und gehen nicht in der Mittagshitze in die Sonne. Sie machen dann, wenn es besonders heiß und schwierig für den Körper ist, Siesta. Siesta bezeichnet dabei die Mittagshitze, hora de calor = Stunde der Hitze, und damit einhergehend bezeichnet sie auch das, was man während dieser Hitze macht: ein Mittagsschläfchen. Nicht alle schlafen, aber sie gehen ruhigeren Tätigkeiten im Haus nach oder Essen zu dieser Zeit. In Spanien isst man erst um 14 Uhr zu Mittag, dann wenn es draußen am heißesten ist.

Versucht mal in südlichen Ländern mittags einkaufen zu gehen…da geht nichts. Seht ihr: mittags wird mit der Arbeit pausiert und das ist auch gut so. Das gleiche gilt auch bei uns zum Beispiel für sportliche Anstrengung – oder auch, wenn man mit dem Fahrrad zum See fährt. Hier gilt die Regel: lieber früher oder erst am Abend, damit ihr während der Mittagshitze nicht im Sattel sitzt.

<strong>02</strong> Wasser marsch?
Wie du weißt, werden wir durch den Klimawandel deutlich mehr heiße Tage (über 30 Grad) haben. Unser Körper ist ziemlich clever, um mit Hitze umzugehen. Damit unsere Körperkerntemperatur konstant bleibt, hat er ein paar Tricks auf Lager, etwa wenn wir uns beim Sport sehr anstrengen oder wenn es sehr heiß ist. Durch Schwitzen wird der Körper gekühlt, da die Flüssigkeit, die an der Hautoberfläche verdunstet, sie sogenannte Verdunstungskühle erzeugt.

Die Flüssigkeit, die wir durch Schwitzen verlieren, müssen wir dem Körper zurückgeben. Wenn wir zu wenig trinken, merken wir das meist an unspezifischen Symptomen. Kopfschmerzen und Schwindel sind die, die wahrscheinlich jeder von euch kennt. Sie machen uns darauf aufmerksam, dass wir zu wenig getrunken haben. 1,5 Liter sollte man trinken, und sobald man schwitzt, etwas mehr.

<strong>03</strong> Sonnencreme? Dann werde ich doch niemals braun, oder?

Doch! Die UV-Strahlung ist so stark, dass man auch im Schatten braun wird. Aber: UV-Strahlung kann zu Sonnenbränden führen und die sind leider ziemlich gefährlich für die Haut, insbesondere im Kindes- und Jugendalter. Die Haut vergisst nichts. Sonnenbrände können später einmal zu Hautkrebs führen und lassen deine Haut früher alt aussehen. Alt aussehen klingt erstmal cool, aber wer will denn schon mit 40 ledrige Haut und ganz viele Falten haben?

Durch den Klimawandel verbringt man mehr Zeit draußen, einfach, weil das Wetter öfter dazu einlädt, die eigenen vier Wände zu verlassen. Sonnencreme sollte möglichst auf mineralischer Basis sein, denn manche UV-Filter können das Hormonsystem durcheinanderbringen. Bei mineralischen Sonnschutzmittel solltest du darauf achten, dass UV-Blocker nicht als Nanopartikel, also als ganz kleine Teilchen, eingesetzt sind, wie z.B. Titandioxid und Zinkoxid. Schau einfach auf die Verpackung oder frag‘ den Verkäufer oder die Verkäuferin. Wenn du wirklich wissen willst, was in deiner Sonnencreme drin ist, kannst du sie auch selber machen. Hier findest du Rezepte. Der beste und einfachste Schutz für deine Haut ist es, wenn ihr längere und leichte Kleidung bei eurem Ausflug dabei habt – wie die Menschen in der Wüste.

<strong>04</strong> Superfood von nebenan?

Ja, das gibt‘s. Wenn es heiß ist, ist Obst das Superfood. Es ist vitamin- und wasserreich. Ein Hoch auf den Kiosk, der statt Currywurst und Hotdog regionales Obst der Saison anbietet.

Kennst du den Saisonkalender?. Hier siehst du genau, welches Obst und Gemüse wann bei uns wächst und nicht über den großen Teich geflogen werden muss.

<strong>05</strong> Sehen und gesehen werden?
Deine Augen brauchen Sonnenschutz, denn eine starke UV-Strahlung kann sie schädigen. Welche Sonnenbrille aber ist die Richtige? So leicht ist das nicht zu beantworten.

Wenn im Bügel UV400 steht, ist das schon mal ein gutes Zeichen. Aber du kannst deine Brille auch vom Optiker auf UV-Schutz und Passform testen lassen, dann bist du auf der sicheren Seite. Die Qualität hat nicht unbedingt etwas mit der Marke oder dem Preis der Sonnenbrille zu tun.

<strong>06</strong> Den ganzen Tag in der Sonne? Da raucht einem ordentlich der Kopf!
Besonders empfindliche Bereiche sind Kopf, Stirn, Nase, Ohren, Nacken und Lippen. Zu viel Sonne auf den Kopf können schnell zu Kopfschmerzen, Erschöpfungsgefühl, Schwindel und Übelkeit führen. Wer will schon an einem tollen Sommertag Kopfschmerzen haben?

Den besten Schutz bietet neben Schatten deshalb ein Hut. Du findest Hüte doof? Na, dann zieh deine Cap an, die hilft genauso!

<strong>07</strong> Warum im Schatten sitzen, wenn die Sonne scheint?
Um sich und seine Haut zu schützen, ist der Schatten ein optimaler Platz. Die Blätter der Bäume schirmen einen dabei vor der UV-Strahlung ab und man kann trotzdem draußen sein! Noch viel besser ist, dass es unter Bäumen meist ein wenig kühler ist.

Für alle die Angst haben, nicht braun zu werden, keine Sorge, auch im Schatten wird man braun. Und wie du weißt, haben Bäume auch ein Herz verdient.

<strong>08</strong> Wer ist denn in den Baum verliebt?
Es gibt viele Gründe, warum Bäume ein Herz verdienen. Eigentlich sollten wir alle in Bäume verliebt sein. Wälder sind wichtig für das Klima – insbesondere die großen Regenwälder. Sie bilden Sauerstoff, den Stoff, den wir alle zum Leben und Atmen brauchen. Und dabei verbrauchen sie Kohlenstoffdioxid, den Stoff, dessen Konzentration in der Atmosphäre mit jedem Jahr ansteigt und der zum Klimawandel beiträgt.

Aber: der Klimawandel bedroht den Wald, die Artenvielfalt und seine Funktionen. Und davon hat der Wald einige: Klimaschutz-, Bodenschutzfunktion und natürlich gehen wir alle gerne in den Wald, um uns zu erholen und Zeit in der Natur zu verbringen. Dass es uns und unserer Gesundheit guttut, wenn wir Zeit im Grünen verbringen, bestätigt sogar die Wissenschaft.

<strong>09</strong> UV – was?

Ein UV- Index ist ein Zahlenstrahl, der einem sagt, wie stark die UV-Strahlung an einem Tag sein wird. Damit er leichter zu verstehen ist, ist er wie eine Ampel in Farben aufgeteilt. Klick‘ doch einfach mal hier, dann siehst du, ab welchem Wert du dich schützen solltest. UV-Strahlung in Maßen ist auch wichtig für deine Gesundheit. Sie aktiviert die Vitamin D Bildung im Köper.

Auch wenn du schon gebräunt bist, musst du aufpassen, denn zu viel und starke UV-Strahlung greift deine Haut trotzdem an. Sonnenbrand ist im Endeffekt nichts anderes als ein Zeichen, dass deine Haut überfordert ist. Besonders Sonnenbrände, die man als Kind und Jugendlicher hat, können zu gefährlichem Hautkrebs führen. Also einfach den UV-Index auschecken, schließlich ist die Haut das größte Organ deines Körpers – wusstest du das schon?

<strong>10</strong> Kein Hot Dog am Kiosk, ernsthaft?
Was hat ein Hot Dog denn mit Klimawandel zu tun? Der CO2-Fußabdruck von 1kg Rindfleisch liegt bei 13kg, der von 1kg Obst bei 500g und von 1kg Gemüse bei 153g. Allein mit unserer Ernährung können wir also schon das Klima schützen. Und am besten kaufen wir Produkte mit kurzem Weg, also von hier. Die Avocado mag zwar gut schmecken, ökologisch betrachtet sollten wir sie nicht kaufen.

Und: Wer zu viel Fleisch – und auch Wurst – isst, leidet im Vergleich zu Menschen, die wenig Fleisch essen, eher an bestimmten chronischen Erkrankungen. Also Gesundheitsschutz und Klimaschutz mit einer Klappe.

<strong>11</strong> Um-welt.org?

Schön, dass du da bist. Auf Um-welt.org kannst du dich immer auf den neusten Stand der Dinge bringen. Hier erfährst du, was der Klimawandel mit deiner Gesundheit zu tun hat.

Hast du schon die Sparte „News“ entdeckt? Dort kannst du dich über die neuesten Trends informieren, wie auch du der Umwelt helfen und gleichzeitig deine Gesundheit schützen kannst: denn Klimaschutz gleich Gesundheitsschutz. Um-welt.org, super praktisch, alle Tipps und Tricks auf einem Blick.

<strong>12</strong> Fahrradfahren nur wegen des Klimas?
Ist doch klar, dass wir besser Fahrrad statt Auto fahren sollten. Klimaschutz ist auch Gesundheitsschutz. Und indem wir unserer Gesundheit was Gutes tun, können wir gleichzeitig auch das Klima schützen. Logisch, oder?

Wenn wir Fahrrad fahren, bewegen wir uns. Die Entwicklung vieler Erkrankungen wird durch fehlende Bewegung begünstigt. Und ein Fahrrad ist sauber, funktioniert ohne Motor und stößt keine Schadstoffe in die Luft aus. Denn: auch Luftschadstoffe sind schlecht für unsere Gesundheit.

Beim Sport

Beim Sport

LEBENSWELT “BEIM SPORT”

Sportlich, sportlich… egal ob beim Fußball, Beachvolleyball, Laufen oder Fahrradfahren. Ziemlich sportlich kommt auch der Klimawandel daher – immer auf dem Weg nach oben. Hast du die Nase vorn, damit der Klimawandel dich nicht überholt?

Beim Sport auf dich selbst Acht geben, auf die Welt und deine Freunde?! So geht’s. Die Punkte zeigen dir´s!

<strong>01</strong> Um-welt.org?

Schön, dass du da bist. Auf Um-welt.org kannst du dich immer auf den neusten Stand der Dinge bringen. Hier erfährst du, was der Klimawandel mit deiner Gesundheit zu tun hat.

Hast du schon die Sparte „News“ entdeckt? Dort kannst du dich über die neuesten Trends informieren, wie auch du der Umwelt helfen und gleichzeitig deine Gesundheit schützen kannst: denn Klimaschutz gleich Gesundheitsschutz. Um-welt.org, super praktisch, alle Tipps und Tricks auf einem Blick.

<strong>02</strong> Einfach nur mal rumsitzen?
Pause machen finden wir oft langweilig, aber immer nur in action zu sein, ist auch nichts. Die Temperaturen in Deutschland werden in den nächsten Jahren noch weiter steigen, ans Pausemachen dürfen wir uns also gewöhnen. Eigentlich gar nicht so schlimm…

Einfach in den Schatten setzen, einen Schluck Wasser trinken, einen Apfel essen und das tolle Wetter genießen!

<strong>03</strong> Wasser marsch?
Wie du weißt, werden wir durch den Klimawandel deutlich mehr heiße Tage (über 30 Grad) haben. Unser Körper ist ziemlich clever, um mit Hitze umzugehen. Damit unsere Körperkerntemperatur konstant bleibt, hat er ein paar Tricks auf Lager, etwa wenn wir uns beim Sport sehr anstrengen oder wenn es sehr heiß ist. Durch Schwitzen wird der Körper gekühlt, da die Flüssigkeit, die an der Hautoberfläche verdunstet, sie sogenannte Verdunstungskühle erzeugt.

Die Flüssigkeit, die wir durch Schwitzen verlieren, müssen wir dem Körper zurückgeben. Wenn wir zu wenig trinken, merken wir das meist an unspezifischen Symptomen. Kopfschmerzen und Schwindel sind die, die wahrscheinlich jeder von euch kennt. Sie machen uns darauf aufmerksam, dass wir zu wenig getrunken haben. 1,5 Liter sollte man trinken, und sobald man schwitzt, etwas mehr.

<strong>04</strong> Zecken übertragen Borrel - was?

Aufgrund der wärmeren Temperaturen vergrößern Zecken ihr Ausbreitungsgebiet. Zecken, die kleinen Blutsauger, halten sich am liebsten in Wäldern, an Waldrändern und an Wegrändern sowie beschatteten Wiesen auf. Da sie den direkten Kontakt brauchen, um auf euch zu krabbeln, klettern sie gerne auf Grashalme oder Baumstümpfe. Das heißt, am besten hält man sich die Zecken vom Leib, indem man feste Schuhe und lange Hosen trägt und die Hose in die Socken steckt. Wenn es warm ist, ist das natürlich schwierig. Da hilft es, abends am Körper auf Zeckensuche zu gehen. Zecken verstecken sich gerne und mögen es feucht. Welche Stellen müsst ihr also besonders im Blick haben und absuchen? Ja, Armbeugen, Kniekehlen, Bauchnabel, Genitalbereich und unter dem Hosenbund und der Armbanduhr schauen.

Aber warum denn der ganze Terz um die Zecken? Zecken können die Krankheiten Borreliose und Frühsommer – Meningoenzephalitis (kurz: FSME) übertragen. Jeder, der einen Zeckenbiss hat, sollte vorsichtshalber Kontakt mit seinem Arzt oder seiner Ärztin aufnehmen. Eine Borreliose, die nicht behandelt wurde, kann auch noch nach Jahren zu Schäden des Nervensystems und der Gelenke führen. Eine Borreliose- Infektion kannst du an dem nach einigen Tagen auftretenden rötlichen Ring auf der Haut um die Stichstelle erkennen, der sich nach außen ausdehnt.

Die Frühsommer – Meningo enzephalitis (altgriechisch: „Meningo“ = Hirnhaut, „enzephal“= Gehirn und „-itis“ = Entzündung) ist eine Viruserkrankung, die bei uns hauptsächlich in Süddeutschland vorkommt. Man hat dabei grippeähnliche Symptome. Klingt weiter nicht schlimm. Bei etwa 10% Prozent der Infizierten kommt es jedoch zu einer Entzündung der Hirnhaut, des Gehirns oder des Rückenmarks, welches schwere bleibende Schäden verursachen kann. Eine Impfung gegen FSME gibt es. Schaue nach, ob du in einem Risikogebiet wohnst und frage deinen Arzt.

<strong>05</strong> Warum im Schatten sitzen, wenn die Sonne scheint?
Um sich und seine Haut zu schützen, ist der Schatten ein optimaler Platz. Die Blätter der Bäume schirmen dich dabei vor der UV-Strahlung ab, und du kannst trotzdem draußen sein! Noch viel besser ist, dass es unter Bäumen meist ein wenig kühler ist.

Für alle, die Angst haben, nicht braun zu werden, keine Sorge: auch im Schatten wird man braun. Denk‘ aber auch hier an Sonnenschutz.

<strong>06</strong> Wann treffen wir uns heute auf dem Platz?
Gegen Abend ist es endlich etwas kühler. Da macht das Fußballspielen viel mehr Spaß als in der prallen Sonne. Die UV – Strahlung ist schwächer, du schwitzt weniger und bist auch leistungsstärker. Aber oft ist es auch am frühen Abend noch zu heiß für Sport.

Generell gilt: achte darauf, ob du dich beim Sport fit fühlst oder schnell erschöpft bist und plane entsprechend. Dann kann es auch einfach heißen: Freibad statt Sportplatz!

<strong>07</strong> Pollenflug und UV- Belastung - Wo kann ich mich informieren?

Heutzutage kannst du dich überall und blitzschnell über alles Wichtige zum Thema Klimawandel und die Gesundheit informieren: zum Beispiel über Pollenflug, UV- Index oder darüber, wo die nächste Fridays for Future Demo ist. Einfach mit dem Handy schnell mal checken.

<strong>08</strong> Tor?
Ja, Volltreffer. Du hast erkannt, dass das Thema Klimawandel und Gesundheit dich betrifft. Schon jetzt hat sich die Temperatur auf der Erde um etwa 1°C erhöht.

Wenn es so weitergeht, werden es zwischen 2030 und 2050 1,5°C sein. Klingt erst mal nicht viel, bedeutet aber, dass sich unser Leben auf der Erde stark verändern wird.

<strong>09</strong> Mein Trikot und die Flüsse in Asien – warum tragen wir beide diesen Sommer rot?
Funktionskleidung wie Trikots, Laufshirts oder Outdoor-Jacken können Gesundheit und Umwelt belasten. Für die Herstellung werden Chemikalien benutzt, die nicht nur in den Flüssen der Herstellungsländer, sondern auch auf deiner Haut landen. Synthetische Kleidung wird auf Erdölbasis produziert, was wiederum das Klima belastet.

Weniger ist mehr: am besten nur so viele Klamotten kaufen, wie du wirklich brauchst. Und es gibt sie auch second-hand. Das schont die Umwelt und schützt das Klima. Ach ja, Sport kann man auch im T-Shirt aus Baumwolle oder anderen Naturfasern machen.

<strong>10</strong> Warum jucken meine Augen denn schon wieder?

Der Klimawandel machts möglich – Pollenflug das ganze Jahr. Es wird geniest, die Nase läuft und die Augen jucken. Aber was passiert denn da genau? Um sich fortzupflanzen, fliegen die Pollen (männliche Samen der Pflanze) verschiedener Baum- und Gräserarten durch die Luft. Die kleinen Pollen fliegen dabei aber nicht immer nur an ihren Bestimmungsort, sondern landen auch in deiner Nase. Dort gibt der Pollen Allergene ab. Manchmal denkt dein Körper, dass es sich bei den kleinen Pollen um eine Gefahr handelt und dann kann es sein, dass dein Immunsystem überempfindlich auf diese Allergene reagiert. Das nennt man eine Allergie.

Was hat der Klimawandel mit den Pollen zu tun? Da es insgesamt wärmer wird, verlängert sich die Pollenflugsaison. Das ist natürlich für Allergiker doof. Dir juckt schon beim Lesen die Nase? Dann schau doch einfach mal im Pollenradar nach, was gerade blüht. (Verlinkung Pollenflug). Willst du wissen, wie die winzig kleinen Pollen unter dem Mikroskop aussehen? Dann ist die „Galerie der Pollenbilder“ genau das Richtige.

PS: Wusstest du, dass Gewitter und Starkregen den Pollenflug verschlimmern? Bei Sturm werden die Pollen heftig nach oben gewirbelt. Dabei nehmen die Pollen ganz viel Wasser auf. Die vollgesaugten Pollen werden dann wieder auf den Boden geweht, platzen dort auf und geben schlagartig die Allergene frei. Wenn du auf Pollen allergisch bist, wartest du am besten eine halbe Stunde, bevor du nach einem Sturm wieder nach draußen gehst.