Lebenswelt “Unterwegs”

Unterwegs sind wir immer – zur Schule, zur Uni, zum See, zum Sportplatz, zu Freunden, in die Ferien, … Und die Welt ist eine Kugel. Der Klimawandel ist also dort, wo wir sind.

Und jetzt? Wie damit umgehen? Kein Problem! Die wichtigsten Punkte findest du im Bild.

<strong>01</strong> Bäume als Klimahelden?

Bäume sind stille Klimahelden. Sie nehmen Co2 auf, sie kühlen unsere Luft im Sommer und sie spenden Schatten. Es gibt viele Gründe, Bäume als Helden zu feiern. Täglich werden aber weltweit und auch in Deutschland Bäume gefällt, um mehr Flächen für Einkaufszentren, Wohnraum oder Straßen zu gewinnen. Daher ist es wichtig, die Bäume zu schützen.

Es gibt viele Organisationen, die sich das zur Aufgabe gemacht haben und tolle Projekte für mehr Grün in deiner Stadt oder deinem Dorf gestartet haben. Schau mal hier: Greencity, Ecosia, Bund Naturschutz, und viele mehr.

<strong>02</strong> Dicke Luft?

Von Luftschadstoffen hört man momentan überall in den Medien. Dazu zählen insbesondere Stickstoffoxide, Feinstaub und Ozon. Diese reizen die Atemwege. Luftschadstoffe werden unter anderem von der Industrie und den Autos ausgestoßen. Da man sie kaum sehen kann, vergessen wir sie oft. Wenn du an stark befahrenen Straßen unterwegs bist und husten musst, kann es allerdings sein, dass die Luftschadstoffe dafür verantwortlich sind. Sucht euch Alternativen zu den Hauptverkehrsstraßen, auch wenn der Weg ein paar Minuten länger dauert. Eure Lunge und euer gesamter Körper werden es euch danken. Luftschadstoffe können auch zur Entwicklung einer ganzen Reihe von Erkrankungen beitragen, Außerdem: Je länger der Radweg, desto schöner die Waden. 

In der Stadt ist es oft schwierig, sich vor Autoabgasen zu schützen. Da hilft es am besten, wenn man selbst möglichst wenig zur Belastung beiträgt. Fahrradfahren, öffentliche Verkehrsmittel benutzen – so tust du die und dem Klima etwas Gutes.

<strong>03</strong> Mein Trikot und die Flüsse in Asien – warum tragen wir beide diesen Sommer rot?

Funktionskleidung wie Trikots, Laufshirts oder Outdoor-Jacken können Gesundheit und Umwelt belasten. Für die Herstellung werden Chemikalien benutzt, die nicht nur in den Flüssen der Herstellungsländer, sondern auch auf deiner Haut landen. Synthetische Kleidung wird auf Erdölbasis produziert, was wiederum das Klima belastet.

Weniger ist mehr: am besten nur so viele Klamotten kaufen, wie du wirklich brauchst. Und es gibt sie auch second-hand. Das schont die Umwelt und schützt das Klima. Ach ja, Sport kann man auch im T-Shirt aus Baumwolle oder anderen Naturfasern machen.

<strong>04</strong> Fahrradfahren nur wegen des Klimas?

Ist doch klar, dass wir besser Fahrrad statt Auto fahren sollten. Klimaschutz ist auch Gesundheitsschutz. Und indem wir unserer Gesundheit was Gutes tun, können wir gleichzeitig auch das Klima schützen. Logisch, oder?

Wenn wir Fahrrad fahren, bewegen wir uns. Die Entwicklung vieler Erkrankungen wird durch fehlende Bewegung begünstigt. Und ein Fahrrad ist sauber, funktioniert ohne Motor und stößt keine Schadstoffe in die Luft aus. Denn: auch Luftschadstoffe sind schlecht für unsere Gesundheit.

<strong>05</strong> Cooler Kopf?

Vorerst schützt ein Helm vor schweren Verletzungen bei einem Unfall. Und deswegen sollten wir ihn tragen. Vielleicht denkst du, dass du komisch angeschaut wirst, wenn du einen Helm trägst? Um dich zu beruhigen: stimmt nicht! Und nach ein paar Mal fahren fühlt sich der Helm schon ganz normal an.

Er hat aber noch einen super Nebeneffekt. Wenn du im Sommer eine Radtour machst, kann zu viel Sonne auf den Kopf schnell zu Kopfschmerzen, Erschöpfungsgefühl, Schwindel und Übelkeit führen. Ein Helm funktioniert dann wie ein Hut und schützt vor direkter Sonneneinstrahlung.

<strong>06</strong> Warum jucken meine Augen denn schon wieder?

Der Klimawandel machts möglich – Pollenflug das ganze Jahr. Es wird geniest, die Nase läuft und die Augen jucken. Aber was passiert denn da genau? Um sich fortzupflanzen, fliegen die Pollen (männliche Samen der Pflanze) verschiedener Baum- und Gräserarten durch die Luft. Die kleinen Pollen fliegen dabei aber nicht immer nur an ihren Bestimmungsort, sondern landen auch in deiner Nase. Dort gibt der Pollen Allergene ab. Manchmal denkt dein Körper, dass es sich bei den kleinen Pollen um eine Gefahr handelt und dann kann es sein, dass dein Immunsystem überempfindlich auf diese Allergene reagiert. Das nennt man eine Allergie.

Was hat der Klimawandel mit den Pollen zu tun? Da es insgesamt wärmer wird, verlängert sich die Pollenflugsaison. Das ist natürlich für Allergiker doof. Dir juckt schon beim Lesen die Nase?  Dann schau doch einfach mal im Pollenradar nach, was gerade blüht. (Verlinkung Pollenflug)

Willst du wissen, wie die winzig kleinen Pollen unter dem Mikroskop aussehen? Dann ist die „Galerie der Pollenbildergenau das Richtige.

 PS: Wusstest du, dass Gewitter und Starkregen den Pollenflug verschlimmern? Bei Sturm werden die Pollen heftig nach oben gewirbelt. Dabei nehmen die Pollen ganz viel Wasser auf. Die vollgesaugten Pollen werden dann wieder auf den Boden geweht, platzen dort auf und geben schlagartig die Allergene frei. Wenn du auf Pollen allergisch bist, wartest du am besten eine halbe Stunde, bevor du nach einem Sturm wieder nach draußen gehst.

<strong>07</strong> Brauche ich im März schon einen Sonnenschutz?

Da müssen wir ein bisschen ausholen, denn Sonnenschutz, Ozon und UV-Strahlung hängen zusammen.  Die Ozonschicht befindet sich in der Atmosphäre in einer Höhe von ungefähr 20-30 km und schützt die Erde und somit uns vor den UV-Strahlen der Sonne.

Auch im Frühjahr kann die UV-Strahlung schon ganz schön stark sein. Das liegt zum Beispiel daran, dass besonders in den Frühjahrsmonaten in Deutschland regional ozonarme Luftmassen auftreten können, so dass mehr UV-Strahlung auf die Erde trifft. Am besten checkst du den UV Index  für heute.

 Das heißt: Ozon ist gut und wichtig. Aber: wenn bei uns unten am Boden Luftschadstoffe wie Stickstoffoxide intensiver Sonneneinstrahlung ausgesetzt sind, wird durch komplexe photochemische Prozesse Ozon gebildet. Das ist besonders im Sommer in den Städten häufig der Fall.

Das Ozon am Boden führt dazu, dass sich unsere Lungenfunktion vermindert und es zu Beschwerden der Atemwege kommen kann. Außerdem haben Wissenschaftler*innen herausgefunden, dass die Allergene in den Pollen bei hohen Ozonwerten noch aggressiver sind. Deshalb sollte das Ozon bestimmte Grenzwerte nicht überschreiten. Das ist jedoch in vielen Städten leider häufig der Fall. Schau doch mal wie hoch die Ozonbelastung in deiner Stadt gerade ist.

<strong>08</strong> Planetary Health - ist der Planet gesund, bist du gesund

Da müssen wir nicht lange drumherum reden. Wissenschaftlichen Studien zeigen, auf wie viele verschiedene Weisen die Umwelt deine Gesundheit beeinflussen kann – positiv wie negativ. Das heißt, du bist aktiver Gestalter deiner Umwelt.

Inspirierende Ideen haben zum Beispiel Felix Finkbeiner und seine Baumpflanzaktion Plant for the Planet, Oskar. Mathilde und die Essensretter , Boyan Slat, der die Meere von Plastik befreien will.

<strong>09</strong> Um-welt.org?

Schön, dass du da bist. Auf Um-welt.org kannst du dich immer auf den neusten Stand der Dinge bringen. Hier erfährst du, was der Klimawandel mit deiner Gesundheit zu tun hat.

Hast du schon die Sparte „News“ entdeckt? Dort kannst du dich über die neuesten Trends informieren, wie auch du der Umwelt helfen und gleichzeitig deine Gesundheit schützen kannst: denn Klimaschutz gleich Gesundheitsschutz. Um-welt.org, super praktisch, alle Tipps und Tricks auf einem Blick.

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